Was sollte beim Kauf eines Tischgeschirrspülers beachtet werden?

Ein Tischgeschirrspüler meckert nicht – er spült ohne Murren. Trotzdem müssen natürlich auf einige Punkte beim Kauf beachtet werden:

Bauform

Vor Anschaffung eines Tischgeschirrspülers sollten Sie prüfen, wie viel Platz zur Verfügung steht. Unter einem unterbaufähigen Standgerät wird ein Spüler verstanden, dessen obere Geräteplatte entfernt werden kann. Das Gerät findet so unter einer Arbeitsplatte Platz. Der Vorteil ist, dass integrierbare Geräte sich besser einer Küche anpassen. Ein frei stehender Tischgeschirrspüler ist rundherum verkleidet und nicht unterbaufähig. Sie können ein solches Gerät beispielsweise auf einer Arbeitsfläche aufstellen. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Breite eines Gerätes. Tischgeschirrspüler beginnen bei einer Breite von etwa 45 Zentimetern.

Kapazität

Das Fassungsvermögen eines Spülers wird in der Zahl der Maßgedecke angegeben, die das Gerät aufnehmen kann. Bei „Maßgedeck“ handelt es sich um eine EU-Norm, die einen Vergleich unterschiedlicher Geschirrspüler gewährleisten soll. Ein Maßgedeck besteht aus einem flachen Teller (26 cm Durchmesser), einem Suppenteller (23 cm), einer Untertasse (14 cm), einem Dessertteller (19 cm), einer Tasse (200 Milliliter Inhalt), einem Trinkglas (250 ml), einem Messer (20,3 cm), einer Gabel (18,4 cm), einem Löffel (19,5 cm), einem Teelöffel (12,6 cm) und einem Dessertlöffel (15,6 cm).

Nicht berücksichtigt wurden große Teile wie Töpfe oder Pfannen. Sie müssen bei einem Kauf beachten, dass der vorhandene Raum möglichst gut zu nutzen ist und eine flexible Aufteilung im Tischgeschirrspüler erfolgen kann.

Körbe sollten flexibel und höhenverstellbar sein. Für Besteck existieren meist ein oder zwei Körbe, in die Essgeräte hochkant hineingestellt werden. Daneben kann es bei verschiedenen Geräten für Besteck auch noch eine separate Ablage geben, die wie eine Schublade herausgezogen werden kann.

Geräuschentwicklung

In der Regel sind moderne Tischgeschirrspüler leiser als ältere Geräte. Die Lautstärke wird in Dezibel (dB) angegeben. Leise Geräte erzeugen nicht mehr als 40 dB, was in etwa mit einem sanften Surren vergleichbar ist. Lautere Geräte sollten möglichst unter 50 dB liegen. Die Werte in dB gelten als Richtwert, wobei die Lautstärke nicht nur vom Gerät selbst, sondern auch der Beladung abhängig sein kann.

Energieverbrauch

Um den Energieverbrauch eines Gerätes zu erkennen, besitzt jeder Tischgeschirrspüler ein Etikett, auf dem Sie die wichtigen Daten ablesen können. Zu diesen Daten gehören die Energieeffizienzklasse, Wasserverbrauch, die höchstmögliche Zahl der Maßgedecke, Lautstärke und Jahresenergieverbrauch. Bei allen Angaben wird ein Durchschnittswert von 280 Spüldurchgängen pro Jahr zugrunde gelegt.

Bei den Energieeffizienzklassen gibt es die Klassen A, A+, A++ und A+++, wobei A+++ die effizienteste ist. Jedes „Plus“ hinter dem „A“ entspricht einer Energieeinsparung von zehn Prozent. Die Klasse A+++ ist etwa 30 Prozent effektiver als A.

Spülmaschinen benötigen pro Reinigungsdurchgang circa zehn Liter Wasser und etwas weniger als eine Kilowattstunde Strom. Die Geräte verbrauchen bei jedem Programm eine festgelegte Wassermenge abhängig davon, wie viel Geschirr gespült wird.

Bedienbarkeit des Gerätes

Ein übersichtliches Display gewährleistet eine einfache Programmierung des Geschirrspülers. Das Display sollte das gewählte Programm, die Restspülzeit und die aktuelle Aktivität anzeigen. Es sollte ebenfalls weitere Informationen, wie das Fehlen von Salz oder Klarspüler, anzeigen.

Verfügt ein Spüler über eine Programmierfunktion, kann er beispielsweise nachts arbeiten, wodurch morgens rechtzeitig zum Frühstück gespültes Geschirr zur Verfügung steht.

Sicherheitsmechanismen

Um einen Wasserschaden zu vermeiden, sollte ein Tischgeschirrspüler über einen Schutzmechanismus verfügen, der bei Problemen einen Wasseraustritt verhindert. Bei diesem Schutz handelt es sich über ein „Wasserstopp-“ beziehungsweise „Aquastop-Schutzsystem“.

Typen und Hersteller von Tischgeschirrspülern

Geschirrspüler gibt es als Unterbaugeschirrspüler, Einbaugeräte und frei stehende Standgeräte. Eine Unterscheidung erfolgt durch die Integrierbarkeit der Geräte, welche teilweise oder vollständig erfolgen kann. Teilintegrierbare Geräte erhalten für das Bedienfeld eine Verblendung. Sie bleiben somit als Einzelgerät erkennbar.

Frei stehende Standgeräte sind preisgünstiger, haben aber einen höheren Energieverbrauch und eine größere Geräuschentwicklung. Unterbaugeräte können unter einer durchgehenden Küchenarbeitsplatte integriert werden, wobei deren Anpassung durch höhenverstellbare Füße gewährleistet wird.

Bekannte Hersteller

Der Konzern Siemens wurde bereit 1847 gegründet. Er stellt traditionell Haushaltsgeräte in hoher Qualität her.
Seit 1886 gibt es die Firma Bosch. Gemeinsam mit Siemens betreibt Bosch seit 1867 die Firma „B/S/H-Hausgeräte“.
Miele Haushaltsgeräte verstehen sich als „Rolls-Royce“ ihrer Klasse.
Neff wurde 1877 als deutsches Familienunternehmen gegründet. Auch Neff gehört seit 1982 zu „B/S/H“, vertreibt jedoch Geschirrspüler unter eigener Marke.
Beko gehört zur türkischen Firma „Arcelik A. S“. Geräte von Beko werden in über 100 Ländern verkauft.
Bauknecht gibt es seit 1919. Die Firma baut ebenfalls Geräte mit hoher Qualität zu akzeptablen Preisen.
Bomann gehört zur Unternehmensgruppe „Clatronic“ und vertreibt unter seiner Marke günstige Haushaltsgeräte.

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